Das Warten hat ein Ende! „DRAGON BALL: Sparking! ZERO“ ist endlich für die Nintendo Switch und die Nintendo Switch 2 erschienen. Natürlich haben wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und die Switch-2-Version ausführlich getestet. Ob der rasante Spielspaß der Reihe auf Nintendos neuer Hardware wirklich mithalten kann, erfahrt ihr in unserer Rezension.
Bereits zum ursprünglichen Release haben wir die Xbox Series X-Version unter die Lupe genommen. Nun – mehr als ein Jahr später – folgt der zweite Blick, diesmal auf der Hybrid-Konsole von Nintendo. Die Sorgen im Vorfeld waren verständlich: Kann die Switch 2 das visuelle Spektakel und die Geschwindigkeit eines „Budokai Tenkaichi“-Nachfolgers überhaupt stemmen? Die Antwort dürfte viele überraschen. Kurz gesagt: Ja, sie kann – wenn auch mit ein paar kleinen Schwächen, auf die wir später noch eingehen.
Was den Spielumfang betrifft, bleibt „Sparking! ZERO“ der bekannten Struktur treu. Einzelspieler finden sich hauptsächlich in den Episoden-Kämpfen, im benutzerdefinierten Kampfmodus oder in klassischen Online/Offline-Duellen gegen Fremde, Freunde und die CPU wieder.

Die Episoden-Kämpfe bilden das Herzstück für Fans der Serienvorlage. Hier erlebt ihr erneut die ikonischen Momente aus den größten Handlungssträngen des „Dragon Ball“-Universums – von Son-Goku und Vegeta über Piccolo und Son-Gohan bis hin zu Freezer oder Goku Black. Allerdings fällt die Präsentation etwas nüchtern aus. Statt filmreifer Zwischensequenzen gibt es überwiegend Standbilder und kurze Einspieler, was das Eintauchen in die dramatischen Szenen etwas erschwert.
Deutlich kreativer geht es im benutzerdefinierten Kampfmodus zu. Hier könnt ihr eigene Story-Kämpfe bauen und online mit Spielern aus aller Welt teilen. Bereits vorgefertigte Bonusmissionen zeigen, wie viel Potential in diesem Modus steckt und liefern spannende neue Blickwinkel auf bekannte Figuren.
Wer sich lieber mit anderen Spielern messen möchte, findet im Online-Modus reichlich Gelegenheit dazu. Wichtig zu wissen: Aufgrund der 30-FPS-Begrenzung gibt es kein Crossplay. Spieler treten also nur gegen andere an, die auf derselben Plattform unterwegs sind – ein nachvollziehbarer Schritt, um faire Bedingungen zu gewährleisten.
Unterm Strich bietet „DRAGON BALL: Sparking! ZERO“ einen soliden und vielseitigen Modikatalog, der Fans lange beschäftigt und sowohl Nostalgikern als auch kreativen Spielern genug Möglichkeiten bietet, sich auszutoben.

Gameplay
Ein Kampfspiel steht und fällt mit seinem Gameplay – und hier liefert „DRAGON BALL: Sparking! ZERO“ auch auf der Nintendo Switch 2 eine insgesamt überzeugende Leistung ab. Wer das Spiel bereits auf anderen Plattformen gespielt hat, findet sich sofort zurecht. Schläge, Ki-Attacken, Blocks und das gezielte Aufladen von Energie bilden die Grundlage der Kämpfe. Auf den ersten Blick wirkt das System simpel, doch dieser Eindruck täuscht.
Schon in den ersten Story-Kämpfen wird deutlich, dass unüberlegte Aktionen schnell bestraft werden. Das Kampfsystem ist zwar zugänglich, entfaltet seine wahre Tiefe aber erst nach und nach. Konter, Kombos im Nahkampf und der gezielte Einsatz von Spezialattacken wollen gelernt sein. Die Lernkurve ist entsprechend steil, weshalb sich ein Blick ins Trainingsmenü definitiv lohnt. Wer dranbleibt, wird jedoch belohnt: Nach einigen Stunden gehen die Bewegungen deutlich flüssiger von der Hand und das Gameplay entfaltet sein volles Potenzial.
Ein Kritikpunkt bleibt allerdings die Balance. Sowohl offline als auch online sind die Charaktere bewusst unterschiedlich stark – was grundsätzlich zur Vorlage passt, spielerisch aber für Probleme sorgt. Während es nachvollziehbar ist, dass ein schwächerer Kämpfer nicht mit Broly mithalten kann, führt das vor allem im Online-Spiel schnell zu einer klaren „Meta“. Viele Spieler greifen zu den stärksten Figuren, wodurch die Vielfalt leidet und der Fokus stärker auf Effizienz als auf Spaß liegt.

Hinzu kommt, dass der Online-Modus enttäuscht. Technische Probleme wie eine instabile Verbindung und fehlende Netzwerkoptimierung trüben das Erlebnis deutlich. Gerade bei einem Kampfspiel, das stark vom Wettbewerb lebt, fällt das negativ ins Gewicht.
Eine Besonderheit der Switch-2-Version ist die optionale Bewegungssteuerung. Mit den Joy-Cons lassen sich bestimmte Angriffe durch Gesten ausführen – etwa ikonische Attacken wie das Kamehameha. Das sorgt für einen gewissen Spaßfaktor, vor allem im lokalen Multiplayer mit Freunden. Für ernsthafte Kämpfe eignet sich diese Steuerung jedoch weniger, da sie zu ungenau ist. Als nette Spielerei funktioniert sie aber durchaus – vorausgesetzt, man hat genug Platz im Wohnzimmer.
Grafik, Technik und Sound
Optisch hinterlässt „DRAGON BALL: Sparking! ZERO“ auch auf der Nintendo Switch 2 einen hervorragenden Eindruck. Die knalligen Farben, die kräftigen Effekte und das saubere Cel-Shading passen perfekt zum Stil der Serie und fangen die wuchtige Anime-Action überzeugend ein. Natürlich erreichen PS5 und Xbox Series X eine höhere Auflösung und noch schärfere Kanten, aber für einen Port auf eine Hybrid-Konsole wirkt das Ergebnis erstaunlich hochwertig. Vor allem im Handheld-Modus spielt die Switch 2 ihre Stärken aus: Das Bild wirkt klar, die Animationen sind sauber und die Kämpfe fühlen sich so gut an wie nie zuvor auf einem Nintendo-System. Kurz gesagt: So hübsch war „Dragon Ball“ unterwegs noch nie.

Technisch muss man dennoch ein paar kleinere Abstriche machen. Das Spiel läuft auf der Switch 2 mit stabilen 30 Bildern pro Sekunde. Ein Limit, das bewusst gesetzt wurde, um die flüssige Darstellung und die Effekte zuverlässig zu halten. Im eigentlichen Kampfgeschehen funktioniert das sehr gut, denn die Framerate bricht auch bei großen Explosionen oder dichten Effektgewitter kaum ein. Allerdings merkt man die Begrenzung im Menü deutlich stärker: Die Navigation wirkt dort ruckeliger, was etwas unsauber wirkt, aber keinen gravierenden Einfluss auf das Spielgefühl hat. Positiv dagegen: Die Ladezeiten sind auf der Switch 2 angenehm kurz und fallen deutlich besser aus als auf der Vorgängerkonsole.
Beim Sound liefert das Spiel solide Kost, auch wenn man sich als Fan sicher etwas mehr gewünscht hätte. Die musikalische Untermalung passt zum Geschehen, wirkt aber weniger episch als die ikonischen Anime-Soundtracks – und genau die gibt es leider nur als kostenpflichtige DLCs. Das ist schade, denn diese Tracks hätten die Atmosphäre ordentlich aufgewertet. Die Sprachausgabe bietet immerhin die Wahl zwischen japanischer und englischer Vertonung. Eine deutsche Synchronisation ist nicht vorhanden, dafür aber deutsche Bildschirmtexte und Untertitel.
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„DRAGON BALL: Sparking! ZERO“ überzeugt auf den ersten Blick mit seiner starken Präsentation. Die Kämpfe sind spektakulär inszeniert, das Gameplay fühlt sich wuchtig an und fängt die Dynamik des Animes hervorragend ein. Stellenweise hat man wirklich das Gefühl, selbst Teil einer Episode zu sein.
Doch dieser Eindruck hält nicht dauerhaft stand. Hinter der gelungenen Fassade fehlt es dem Spiel auf lange Sicht an Motivation, vor allem durch den schwachen Online-Modus und die instabile Verbindung.
Wer das Spiel bereits auf einer anderen Plattform besitzt, kann auf die Switch-2-Version getrost verzichten. Für gelegentliche Matches im lokalen Multiplayer mit Freunden eignet sich der Titel jedoch weiterhin gut.
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Handlung
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Grafik
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Musik
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Spielspaß
![Spiele-Review: Dragon Ball: Sparking! Zero [Nintendo Switch 2]](https://www.aninews.de/wp-content/uploads/2026/01/Dragon-Ball-Sparking-ZERO-DLC-768x432.jpg)