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    Spiele-Review: MY HERO ACADEMIA: All’s Justice [XSX]

    18. Februar 2026Keine Kommentare Reviews
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    ©︎ KH/S, MP ©Bandai Namco Entertainment Inc.
    Mit „My Hero Academia: All’s Justice“ wurde das finale Kapitel von My Hero Academia endlich für Heimkonsolen und PC veröffentlicht. Wir haben uns den actiongeladenen Titel genauer angesehen – ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserer Rezension.

    Die Videospielreihe geht damit bereits in die dritte Runde: Nach dem ersten Teil (2018) und der Fortsetzung (2020) kehren Deku und seine Freunde nun nach rund sechs Jahren Pause zurück. Entwickelt wurde das Spiel erneut von Byking, während Bandai Namco Entertainment als Publisher fungiert.

    Inhaltlich orientiert sich das Spiel primär an der finalen achten Staffel des beliebten Anime My Hero Academia. Die Handlung steigt direkt auf dem Höhepunkt der Ereignisse ein: Gleich zu Beginn erleben wir den intensiven Kampf zwischen dem Helden Izuku Midoriya und dem Schurken Tomura Shigaraki. Ein actionreicher Auftakt, der den Ton für das gesamte Spiel vorgibt.

    Nach einer kurzen Einführung und einem emotionalen Video, das den Werdegang von Helden und Schurken zusammenfasst, finden wir uns in einer von künstlicher Intelligenz generierten Trainingswelt wieder. Diese fungiert als Free-Roam-Bereich, in dem wir mit verschiedenen Charakteren sprechen oder uns frei durch die Umgebung schwingen können. Notwendig ist dieser Abschnitt nicht unbedingt, doch zumindest wird das Hauptmenü so etwas aufgelockert.

    ©︎ KH/S, MP
    ©Bandai Namco Entertainment Inc.

    Spielerisch erwartet euch eine ordentliche Auswahl an Modi. Neben dem Storymodus, der – wie erwähnt – das finale Kapitel der Geschichte adaptiert, gibt es für Einzelspieler noch „Team-Up-Missionen“, Archivkämpfe sowie die „Charakter-Erinnerungen“. Natürlich könnt ihr euch auch in klassische Kämpfe stürzen, entweder gegen die CPU oder im Duell mit Freunden oder Fremden online. Gerade Solo-Spieler kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Die Inszenierung des Storymodus folgt dem bekannten Muster: Wichtige Szenen werden als animierte Zwischensequenzen dargestellt, während weniger zentrale Momente in Form von Standbildern präsentiert werden. Dank lizenzierter Musik und dem originalen japanischen Sprechercast entsteht dennoch eine dichte Atmosphäre, die Fans sofort in die Welt von „My Hero Academia“ eintauchen lässt.

    Besonders hervorzuheben sind die „Team-Up-Missionen“. In diesem Modus schlüpft ihr in die Rollen verschiedener Helden und erledigt Missionen, die in Hauptaufgaben, Nebenmissionen und optionale Herausforderungen unterteilt sind. Wer das Spiel vollständig erleben möchte, kann hier viele Stunden investieren. Zudem schaltet ihr über diesen Modus Inhalte für die Charakter-Erinnerungen und die Archivkämpfe frei – ein klarer Pluspunkt.

    ©︎ KH/S, MP
    ©Bandai Namco Entertainment Inc.

    Allerdings zeigt sich mit der Zeit eine gewisse Eintönigkeit. Die Inszenierung der Missionen wiederholt sich häufig, und besonders die Nebenmissionen wirken teilweise uninspiriert. Positiv ist hingegen, dass die Belohnungen motivierend ausfallen. Außerdem haben die Entwickler eine praktische Option integriert: Dialoge vor und nach Kämpfen lassen sich überspringen, sodass ihr direkt in die Action einsteigen könnt. Auch bestimmte Aufgaben können durch den Einsatz eines Hilfscharakters automatisch abgeschlossen werden.

    Trotz kleiner Schwächen merkt man deutlich, dass dieses Spiel von Fans für Fans entwickelt wurde. Die Charaktere sind liebevoll geschrieben, und Serienkenner entdecken zahlreiche neue Facetten ihrer Lieblingshelden. So persönlich hat man sie bislang selten erlebt.

    Gameplay

    Kommen wir nun zum Gameplay, das für einen 3D-Arena-Fighter natürlich eine zentrale Rolle spielt. In „My Hero Academia: All’s Justice“ steuert ihr einen über 50 spielbaren Charakteren, die sich allesamt unterschiedlich spielen und über eigene Spezialfähigkeiten verfügen. Zum grundlegenden Moveset gehören normale Angriffe, Blocks, nicht blockbare Attacken, Sprünge, Spezialattacken sowie die „Rising“-Technik.

    ©︎ KH/S, MP
    ©Bandai Namco Entertainment Inc.

    Das klingt zunächst nach einer Menge Eingaben – und das ist es anfangs auch. Dank des vereinfachten Steuerungsmodus findet man jedoch schnell hinein. Aktiviert man diesen, übernimmt das Spiel komplexe Kombos automatisch, sodass ihr sie mit nur einem Knopfdruck ausführen könnt. Wer mehr Kontrolle möchte, kann selbstverständlich auf die manuelle Steuerung wechseln und eigene Combos ausprobieren. Gerade für Neueinsteiger ist das eine sehr sinnvolle Hilfe, während Veteranen genügend Tiefgang geboten bekommen.

    Grundsätzlich geht das Kampfsystem gut von der Hand, wirkt jedoch in hektischen Situationen schnell chaotisch. Das liegt vor allem am zugrunde liegenden „Schere-Stein-Papier“-Prinzip: Bestimmte Angriffstypen kontern andere besonders effektiv. Diese Mechanik sorgt zwar für taktische Tiefe, kann aber auch frustrierend sein – etwa wenn man gleichzeitig gegen zwei oder drei Gegner antreten muss, die scheinbar perfekt auf jede Aktion reagieren und eure Angriffe konsequent auskontern.

    Hier fehlt es dem Balancing noch etwas an Feinschliff, da solche Mehrfachkämpfe teilweise unverhältnismäßig schwer wirken. Gleichzeitig entsteht daraus aber auch ein motivierender Lerneffekt: Man analysiert gegnerische Muster, passt seine Strategie an und schafft die Herausforderung oft erst im zweiten oder dritten Versuch, was dann umso befriedigender ist.

    ©︎ KH/S, MP
    ©Bandai Namco Entertainment Inc.

    Insgesamt bietet das Kampfsystem eine gute Mischung aus Zugänglichkeit und Tiefe: Einsteiger kommen schnell rein, während Fortgeschrittene mit Timing, Kontermechaniken und Teamkombinationen experimentieren können. Trotzdem hätte etwas mehr Feintuning beim Balancing und bei der Übersicht in chaotischen Gefechten dem Spiel noch gutgetan.

    Grafik und Sound

    Im Bezug auf die Präsentation gibt es bei „My Hero Academia: All’s Justice“ nur wenig zu beanstanden. Der Cel-Shading-Look passt hervorragend zum Spiel und fängt den Stil der Anime-Vorlage nahezu perfekt ein. Klare Farben, starke Kontraste und überzeichnete Effekte sorgen dafür, dass die Kämpfe wie direkt aus einer Episode der Serie wirken. Besonders die Spezialangriffe sind spektakulär inszeniert.

    ©︎ KH/S, MP
    ©Bandai Namco Entertainment Inc.

    Auch die Charaktermodelle sind gelungen und orientieren sich stark am Anime-Design. Fans erkennen ihre Lieblingshelden sofort wieder, und selbst kleinere Details wie Mimik oder Kampfposen wurden liebevoll umgesetzt. In Bewegung zeigen sich die Animationen größtenteils flüssig, auch wenn es in chaotischen Massengefechten gelegentlich zu leichten Unübersichtlichkeiten kommen kann.

    Beim Sound gibt es ebenfalls kaum Anlass zur Kritik. Der Soundtrack geht gut ins Ohr und vermittelt die heroische Stimmung der Vorlage sehr überzeugend. Bei der Sprachausgabe kann zwischen der japanischen und der englischen Vertonung gewählt werden. Vor allem die japanische Originalbesetzung sorgt für viel Authentizität und dürfte Serienfans besonders gefallen. Eine deutsche Synchronisation fehlt zwar, immerhin sind aber deutsche Untertitel vorhanden, sodass der Storyverlauf problemlos verständlich bleibt.

    Trailer:

    Alle Reviews auf Aninews.de spiegeln die Meinung des jeweiligen Autors wider.

    7.5

    Mit "My Hero Academia: All’s Justice" bekommen Fans von My Hero Academia einen würdigen, wenn auch nicht perfekten Abschluss der Spielreihe. Besonders hervorzuheben ist der enorme Umfang: Mit über 50 spielbaren Charakteren bietet das Spiel einen der größten Roster eines Anime-Arena-Fighters und deckt damit nahezu das gesamte Helden- und Schurken-Ensemble des Universums ab.

    Das Kampfsystem ist zugänglich und dennoch taktisch, die Präsentation überzeugt mit authentischer Anime-Optik und starkem Soundtrack. Schwächen zeigen sich vor allem beim Balancing in chaotischen Mehrkämpfen sowie bei den repetitiven Nebenmissionen. Insgesamt bleibt ein sehr fanorientiertes Gesamtpaket, das besonders Serienliebhaber begeistert, während Genre-Veteranen kleinere Macken eher bemerken werden.

    Positiv
    1. Riesiger Roster mit 68 spielbaren Charakteren aus nahezu dem gesamten MHA-Universum
    2. Zugängliches Kampfsystem mit optionaler Vereinfachung
    3. Viele Einzelspieler-Inhalte und Fanservice
    4. Originalsprecher und stimmungsvoller Soundtrack
    Negativ
    1. Teilweise chaotische und unausgewogene Mehrkämpfe
    2. Repetitive Nebenmissionen
    3. Keine deutsche Synchronisation
    • Handlung 7
    • Grafik 8
    • Musik 8.5
    • Spielspaß 6.5
    Anime Videospiel Bandai Namco Entertainment My Hero Academia My Hero Academia: All’s Justice Review Rezension Spiele Review Test Videospiel

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