Auch dieses Jahren waren wir von AniNews.de auf der Anime Messe im Filmpark Babelsberg gewesen. Wie es uns gefallen hat, was unsere Highlights waren und was wir alles erlebt haben, das erfahrt ihr hier in unserem Bericht zur Convention.
Die Anime Messe und unser Redakteur Frank haben eine lange Tradition. Bereits im Kosmos in Berlin war er einst dabei und seitdem hat er keine Anime Messe verpasst. Dieses Jahr fand sie wie die Jahre zuvor im Filmpark Babelsberg statt. Unser Redakteur Frank war von Freitag bis Sonntag anwesend, zum ersten Mal mit der gesamten Familie (Frau und zwei Kinder) und konnte somit auch gleich die Familientauglichkeit der Messe testen. Allgemein kann man zur Anime Messe Babelsberg 2026 sagen, dass es an jeder Ecke und zu jeder Zeit etwas zu tun gab und man eigentlich Hermines Zeitumkehrer aus Harry Potter 3 bräuchte, um wirklich alles miterleben zu können. So gab es wieder jede Menge Konzerte von KünstlerInnen aus Deutschland und international, das Studio MAHO FILM war mit zwei Anime Weltpremieren und Ehrengästen des Studios am Start, es gab diverse Vorführungen z.B. Kendo oder jap. Trommelkunst, Workshops, Panels, einen Gamingbereich, Bring&Buy, Foto-Locations, Signierstunden, ein Animekino, Händler und Künstlerstände und natürlich auch Aktivitäten des Filmparks selbst wie eine Westernshow oder eine gemütliche Bootsfahrt.

Ebenso war wieder eine Matsuri-Straße aufgebaut, wo man an vielen Ständen Minispiele absolvieren konnte (man musste Chips dafür kaufen und konnte, je nachdem wie gut man in den jeweiligen Spielen war, Gewinnchips bekommen und diese dann gegen Preise tauschen) oder leckere japanische Speisen wie Onigiri, Ramen oder Dango Mochi kaufen konnte. Zum Thema, wie gut die Messe für Familien geeignet ist, kann unser Redakteur Frank nur sagen: sehr gut. Es gibt einen großen Spielplatz für Kinder, in der Mittelalterstadt kann man Gold schürfen und die bereits erwähnte Bootsfahrt in der Panama-Region des Parks kommt auch bei Kindern sehr gut an. Kulinarisch kann man mit Bubble Tea und Eis auch nach einem anstrengenden Con-Tag immer wieder ein Lächeln ins Gesicht der Kids zaubern. Spaßig ist auch immer die Schnitzeljagd. Überall im Park findet man Zettel mit Fragen aus den Bereichen Japan, Anime, Manga oder Gaming, sodass man selbst bei einem ruhigen Spaziergang durch den Park viel entdecken kann und was zu tun hat.

Freitag
Freitag ging es nach Potsdam. Nach dem Hotel Check-In am frühen Nachmittag ging es direkt zur Convention. Dank Online-Tickets dauerte es nicht lange, bis wir auf dem Messegelände waren. Zunächst ging es in die Metropolishalle, wo die Händler und ein Teil der KünstlerInnen ihre Stände haben und es wurde etwas geshoppt. Stände gab es viele, von Mangas, über Anime Publisher wie AniMoon oder Hardball Films, Merch Stände, Sammelkarten, Figuren, Waffenimitationen, Tee, Cosplays, Dakimakuras, Lucky Bags etc bis hin zu zwei Ständen, wo man sich live vor Ort Anime Tattoos hätte stechen lassen können. Danach hieß es erstmal arbeiten, denn wir hatten auf der Messe insgesamt 2 Interviews und eines davon am Freitag (das wird bald hier auf AniNews.de veröffentlicht). Am Freitag gab es dann auch schon das erste richtige Highlight der Messe: das Konzert von Petra und Julia Scheeser, die Anime-Songs von früher, aber auch aktuelle Disney-Songs, die Julia gesungen hat, dem Publikum präsentiert haben. Die Stimmung dabei war super und das Konzert hat die Halle gerockt. Danach ging es noch zur Signierstunde von Petra und Julia Scheeser und dann gegen 22:15 Uhr ins Hotel. Wer noch länger auf der Messe bleiben wollte, der hätte auch noch die Möglichkeit gehabt, denn bis 1 Uhr morgens fand noch die J-Disco statt.


Samstag
Der Samstag ist immer der vollste Tag der Messe und wie jedes Jahr schon Tage bis Wochen vor der Messe ausverkauft. Dadurch, dass wir schon Freitag unser E-Ticket gegen Armband und Ticket getauscht hatten, ging der Einlass für uns sehr schnell, während sich lange Schlangen an Autos und Menschen vor dem Parkhaus bildeten, da dort der offizielle Einlass ist, wenn man noch nicht zuvor auf der Messe war und sein E-Ticket erst umtauschen muss. Am Samstag wurde von allem ein bisschen gemacht, um möglichst viel mitzubekommen. In der Vulkan-Arena haben wir das Konzert der Sailor Moon Band Harmoonics angesehen und den Auftritt des Idols Aizawa Hitomi beigewohnt. Im Festsaal sahen wir das Theaterstück zum Thema Dragon Ball Z von Shabu Shabu und es war wirklich unterhaltsam umgesetzt. Zwischen den Auftritten wurde die Gaming-Area unsicher gemacht, bei den KünstlerInnen in der Caligarihalle vorbeigeschaut und zahlreiche Fotos gemacht, da wir als Familie in One Piece Outfits (Kizaru, Ace, Chopper und Luffy) unterwegs waren. Cosplays gibt es in Hülle und Fülle und dieses Jahr waren vor allem Cosplays von „Die Tagebücher der Apothekerin“ und „Witch Hat Atelier“ neu und gut vertreten. Aber auch aus Frieren, One Piece, Dragon Ball, Naruto und vielen weiteren Serien fanden sich hervorragende Kostüme. Wir haben uns die Western Show am Samstag angesehen und Waffeln vom Waffeldrachen (Props an den Stand, die waren wirklich mit Leidenschaft dabei) gegessen. Zwischendurch gab es dann immer mal Pausen auf dem Spielplatz oder bei den Händlern in der Metropolishalle. Auch wenn wir immer versuchen, Freitag möglichst viel zu kaufen, damit wir die anderen Tage nicht so viel schleppen müssen, es klappt nie. Man entdeckt doch immer wieder etwas neues oder entscheidet sich, etwas zu kaufen, bei dem man am Vortag noch überlegt und sich dagegen entschieden hat.

Sonntag
Sonntag, der schlimmste der Tag einer Convention, weil man weiß, danach ist sie vorbei und der After-Con-Blues wird die Stimmung trüben. Doch natürlich muss man den Tag nochmal voll auskosten. Das gelang mit Kota Shinzato, der den Festsaal zum Kochen brachte und seine Lieder mit viel Energie performte. Vorallem sein One Piece Opening-Song „Hand Up!“ sorgte für eine mega Stimmung. Und auch die Anime-Cover Band Genkidama, die mittlerweile Inventar der Anime Messe ist, schaffte es auf der Bühne in der Vulkan-Arena, eine grandiose Performance auf die Beine zu stellen. Da wir Sonntag als Cloud Strife unterwegs waren, mussten wir an dem Tag zum Waffencheck und auch das hat schnell und problemlos funktioniert, ebenso wie die Garderobe, die wir am Tag zuvor benutzt haben. Vielen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer auf der Messe, die das alles erst möglich machen. Neben den beiden zuvor genannten Banger-Konzerten durften die Kinder dann entscheiden, was am letzten Con-Tag noch gemacht werden soll. So ging es nochmal in die Gaming-Area, um Pacman gegeneinander zu zocken, in die Arcade-Halle, wo man an Automaten Pinball, Autorennen oder andere Spiele spielen konnte, jeweils für 1€, es wurden Buttons selbst gebastelt und natürlich nochmal der Spielplatz besucht. An diesem Tag fand auch unser zweites Interview statt, das ihr bald auf unserer Seite sehen werdet. Nach drei anstrengenden, aber schönen Tagen ging es dann zurück ins Hotel und zum Abschluss der Messe noch ins Stammrestaurant, das jeden Sonntag-Abend nach der Messe von uns einen Besuch bekommt.

Fazit
Die Anime Messe Babelsberg 2026 war wirklich gut. Die Location ist einmalig, die Angebote vielfältig und es gibt immer etwas zu sehen oder zu tun. Selbst wenn man nur eine Pause macht und irgendwo einen Kaffee genießt, sieht man zahlreiche CosplayerInnen an sich vorbeilaufen und bekommt eine fabelhafte Stimmung und Atmosphäre mit. Die musikalischen Acts waren wirklich klasse und durch die Größe des Filmparks haben sich die Menschenmassen sehr gut verteilt. Wir hatten jede Menge Spaß und freuen uns auf das 10 Jährige Jubiläum im nächsten Jahr. Kota Shinzato hat auf der Bühne schon zugesagt, wieder zu kommen. Damit ist ein Stargast für 2027 bereits garantiert.
