Wir hatten die Gelegenheit, Shinzato Kōta auf der Anime Messe Babelsberg dieses Jahr zu interviewen. Welche Einblicke er uns dabei gewährt hat, das erfahrt ihr exklusiv hier.
Vorweg wollen wir uns ganz herzlich bei Shinzato Kōta bedanken, dass er sich die Zeit für unser Interview genommen hat. Ebenso bei den Veranstaltern der Anime Messe Babelsberg, die uns das Interview ermöglicht haben und zudem noch ein liebes Dankeschön an Ellen Rimkus, die vor Ort als Übersetzerin agierte und das Interview im Nachhinein für uns ins Deutsche übersetzt hat.
Shinzato Kōta ist seit 2013 in der japanischen Musikbranche aktiv. Sein bevorzugtes Genre ist J-POP. Der Durchbruch gelang ihm 2013 mit dem Lied „Hand Up!“, das für den Punk Hazard Arc in der beliebten und erfolgreichen Anime-Serie One Piece als Opening-Song diente. Dafür wurde er mit dem Japan Record Award als bester Newcomer ausgezeichnet. Doch es war nicht sein einziger Opening-Song einer Anime-Serie. So hat er auch „DREAM TOGETHER!!!“, das Opening zur dritten Staffel von Starmyu performt. Weiterhin ist er auch in der japanischen Theaterszene aktiv und hat in einigen Produktionen mitgespielt wie Romeo & Juliet, The Beautiful Game und Fate/Grand Order THE STAGE.
AniNews: Ist es ihr erster Besuch in Deutschland und wie gefällt es Ihnen bisher?
Shinzato Kōta: Ich war zwar schon ein paar mal in Europa, aber es ist mein erstes Mal in Deutschland. Bei den Konzerten, die ich schon geben durfte, wie denen hier auf der Anime Messe auch, spürt man einfach eine krasse Energie. Man merkt, dass die Leute hier so sehr auf Anime stehen und das freut mich einfach.
AniNews: Wie kamen Sie zur Musik?
Shinzato Kōta: Ich komme aus der Präfektur Okinawa, ganz im Süden Japans und meine Eltern haben sich dort schon seit ich klein war sehr in traditioneller Musik engagiert. Das heißt, ich hab von klein auf diese Musik erlebt und so eben auch Musik lieben gelernt.
AniNews: Ihre Lieder sind ja zum Teil aus Anime Intros bekannt, wie “Hands Up!“ aus One Piece, oder
“Dream Together!!!” aus Star-Myu. Wurden die Lieder extra für die Anime geschrieben, oder
wurden die fertigen Lieder für die Anime ausgewählt?
Shinzato Kōta: Die Lieder sind alle speziell für die Anime geschrieben worden. Da wurde sich überlegt, an welcher Stelle der Story man gerade ist, also für “Hands Up!” aus One Piece war es eben der Punk Hazard Arc, und das hat dann direkt die Liedtexte inspiriert. Die fertigen Texte wurden zusätzlich auch von Eiichirō Oda nochmal gegengecheckt und danach wurde das Lied aufgenommen.
AniNews: Schauen Sie auch selbst Anime und wenn ja, haben Sie Favoriten?
Shinzato Kōta: Ja, ich schaue auch sehr viel Anime. Wenn ich zuhause bei der Arbeit bin, oder mich um den Haushalt kümmere, schaue ich nebenbei immer ein paar Folgen. Zu meinen Lieblings-Anime zählt natürlich auch One Piece, für den ich selber Musik machen durfte, aber gerade auch Naruto hat mich sehr geprägt. Das war der allererste Anime, den ich so richtig gefeiert habe.

AniNews: Singen Sie nur, oder spielen Sie auch Instrumente?
Shinzato Kōta: Wie vorhin schon erwähnt bin ich mit traditioneller Musik aus Okinawa aufgewachsen. Dort habe ich von meinen Eltern gelernt, die Sanshin zu spielen, ein traditionelles Instrument aus Okinawa. Ich spiele auch Akustikgitarre, aber für meine professionelle Musik singe ich hauptsächlich.
AniNews: Sind Sie vor Live-Auftritten noch aufgeregt und wie gehen Sie damit um?
Shinzato Kōta: Nein, ich bin gar nicht mehr aufgeregt vor Auftritten.
AniNews: Wenn Sie ein neues Lied schreiben, wie gehen Sie da vor, was inspiriert Sie?
Shinzato Kōta: Natürlich geht es immer um ein generelles Thema, wie Liebe oder ähnliches. Aber ich versuche mich auch immer aus meinen eigenen Erfahrungen, die ich in meinen 31 Lebensjahren gesammelt habe, inspirieren zu lassen.
AniNews: Was für Musik hören Sie privat gerne? Haben Sie Lieblings-Songs oder Interpreten?
Shinzato Kōta: Ich höre tatsächliche gerne Musik aus Anime. Am liebsten die Musik von Flow, die ich ja auch schon Covern durfte.
AniNews: Welche Pläne haben Sie noch für die Zukunft?
Shinzato Kōta: Also ich möchte natürlich gerne meine Karriere in Japan fortsetzen, aber ich möchte mich anstrengen, auch weiterhin regelmäßig Konzerte im Ausland geben zu können.
AniNews: Wollen Sie abschließend noch etwas sagen, oder den deutschen Fans etwas mit auf den Weg
geben?
Shinzato Kōta: Vielen vielen Dank für die tollen Konzerte und die mega Stimmung, die ihr gemacht habt. Ich werde mich in Japan weiter ins Zeug legen, damit ich nicht nur nächstes Jahr, sondern jedes Jahr ein Konzert in Deutschland geben und gemeinsam mit euch feiern kann.
Wir dürfen gespannt sein, was uns in Zukunft noch erwarten wird. Auf der Anime Messe hat Shinzato Kōta bereits auf der Bühne angekündigt, wieder zu kommen. So können wir hoffen, weitere spektakuläre Konzerte in der Zukunft noch bewundern zu können.
Zum Abschluss nochmal ein herzliches Dankeschön an Shinzato Kōta, Ellen Rimkus und die gesamte Anime Messe Babelsberg!
