Wir von AniNews bekamen in diesem Jahr die Gelegenheit, Petra und Julia Scheeser auf der Anime Messe in Babelsberg zu interviewen. Was für spannende Einblicke in ihr Leben und ihre Musik uns die beiden gegeben haben, das erfahrt ihr hier!
AN: Was ist das Besondere daran, Lieder von Animes zu singen?
Petra: Ich würde mal sagen, zunächst war das für mich wirklich ein Studiojob, wie die meisten anderen auch, man geht ins Studio, singt es dann, aber bei den Anime-Songs kam diese Message auch beim Singen schon rüber, zusammenhalten, gemeinsam sind wir stark. Und als ich dann immer die fertigen Sachen gehört habe, hatte ich auch voll Bock, die selber zu hören. Das heißt, es gibt auf meinem Rechner tatsächlich eine Playliste, ever since, seit ich die ersten Sachen gesungen habe, die ich tatsächlich auch regelmäßig gehört habe. Irgendwie haben die Songs was Besonderes, finde ich.
Julia: Ja, würde ich so unterschreiben.
AN: Ist jetzt in Zeiten von Social Media die Wertschätzung dieser Arbeit größer als damals?
Julia: Ich glaube, die Wertschätzung ist vermutlich die gleiche, nur dass wir jetzt die Möglichkeit haben, etwas davon mitzubekommen. Beziehungsweise ist es so ein bisschen delayed. Das alles, was die Leute empfunden haben oder immer noch empfinden, zu den Songs, mit den Songs, vor 20 Jahren, wird jetzt wie so ein riesiger Blumenstrauß an uns übergeben und vor allem an Mama. Und das ist natürlich total schön.
Petra: Ich denke, es ist einfach auch so, man darf nicht vergessen, dass die Menschen damals einfach Kinder waren und die haben ja nicht die Möglichkeit gehabt, irgendwo hinzufahren, auf ein Konzert zu gehen oder überhaupt irgendwie was zu machen in die Richtung. Die waren ja Kinder. Und ich denke, da liegt der Hauptpunkt, warum das heute anders ist. Du bist heute ein erwachsener Mann (Anmerkung der Redaktion: Unser Redakteur Frank ist damit gemeint), du hast selber Kinder und du sagst natürlich: Hey, ich will das, ich will das hören, ich will auf die Anime-Messe fahren und kannst das einfach tun. Das war früher nicht mehr möglich. Ich glaube, daran liegt es eigentlich.

AN: Habt ihr Lieblingslieder aus dem Anime Song Bereich? Eigene Songs oder auch Lieder von Kollegen und Kolleginnen?
Petra: Auf jeden Fall! Auf jeden Fall! Auf jeden Fall! Ich liebe einfach den Song „Die Legende“, also One Piece. Ich glaube, das ist mein LieblingslieblingsSong. Ich finde, der ist einfach so cool. Der pusht so. Wenn man den hört, kann es einem nicht schlecht gehen, finde ich. Das ist auf jeden Fall total toll. Dann natürlich auch „Heller als Licht“. Der Song, den ich da gesungen habe, den mag ich auch einfach total gerne.
Und seitdem Andi Knote da die zweite Strophe gemacht hat, ist der einfach nochmal ganz besonders. Das sind auf jeden Fall die zwei Songs, die ich super gerne mag. Ansonsten die rockigen Sachen wie „Auf dünnen Eis“ vom Dragon Ball-Album, das mag ich auch unfassbar gerne.
Julia: Ja. Ich liebe tatsächlich einfach die inoffizielle Anime-Hymne „Leb Deinen Traum“. Das ist erstens einfach ein wunderschöner Song. Ich mag den wirklich gerne. Und zweitens mag ich ihn so gerne, weil das immer der Song ist, mit dem alle, wirklich alle, dabei sind. Der Song hat einfach so eine Stärke, so eine Magie, so einen krassen Zusammenhalt. Den habe ich noch nie nicht gerne gesungen oder auch noch nie nicht gerne gehört.
Petra: Wir haben tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit ein Interview gegeben, wo der Frank Schindel, der dieses Lied gesungen hat, auch dabei war. Und der hat selber auch gesagt, ja, also dieser Song hat einfach immens viel in seinem Leben verändert. Und ich glaube, das ist einfach so.
AN: Ja, ich glaube, wenn der Song gespielt wird, dann kann sich keiner mehr halten.
Petra: Ja. Alle am Start.
AN: Wie ist es, mit der eigenen Tochter/Mutter auf der Bühne zu stehen? Was sind die schönen Momente und wo gibt es vielleicht mal Reibepunkte?
Julia: Also, ich würde sagen, es ist 99 Prozent der Zeit wirklich ziemlich cool oder auch total besonders.
Tatsächlich werde ich das auch total oft gefragt, auch von Freunden und so. Wie ist es, dass du ständig mit deiner Mutter abhängst? Mir macht es gar nichts aus. Und ich finde es total schön, dass wir uns so oft sehen. Wir leben ja auch überhaupt nicht in derselben Stadt, sondern am anderen Ende von Deutschland jeweils. Und wenn wir nicht beide diesen Job machen würden, hätten wir nicht das Privileg, auf so viele solcher Messen zu fahren. Und so viel auf der Bühne gemeinsam zu stehen, würden wir uns viel weniger sehen. Das wäre total schade. Und ja, natürlich ist es spannend. Und ich bin ja auch immer noch das Kind. Und manchmal gibt es da Reibungspunkte in den orgatechnischen Fragen oder so.
Aber es ist wirklich gering. Ich würde sagen, in einem völlig normalen Rahmen, wie das bei allen Personen ist, mit denen man zusammen arbeitet. Ich würde auch sagen, ich streite mich mit meiner Mutter deutlich weniger als mit anderen ArbeitskollegInnen, mit denen ich unterwegs bin. Und ich von meiner Seite aus kann nur sagen, dass das definitiv daran liegt, dass meine Mutter mich nicht nur als ihr Kind sieht, sondern mich als Kollegin respektiert. Und das würde sonst nicht funktionieren. Ich habe ja selber studiert. Ich mache selber diesen Beruf. Auch ohne meine Mama bin ich viel unterwegs. Und wenn sie mich immer bemuttern würde, wenn wir zusammen unterwegs sind oder auf der Bühne stehen, würde es nicht funktionieren.
Petra: Also das kann ich auch genauso sagen. Ich würde mir auch nicht anmaßen, meiner Tochter irgendwie zu sagen, ja, das musst du so und so machen oder hier musst du so und so singen oder so. Das würde ich nie machen, weil sie ist einfach eine hervorragende Vokalistin und eine hervorragende Bühnenkünstlerin. Und das ist absolut überhaupt nicht nötig. Das würde ich nicht machen. Sie ist dann in dem Fall wirklich natürlich meine Tochter und das freut mich sehr. Aber sie ist vor allem auch eine hervorragende Kollegin.
AN: Ihr macht zusammen die „Anime in Concert“ Reihe. Wie kam es dazu und hättet ihr vorher gedacht, dass diese Art der Konzerte so gut ankommen wird?
Julia: Nein, hätten wir nicht gedacht. Das war so verrückt. Das war einfach nur verrückt.
Petra: Ich muss sagen, dass die Idee, diese Konzerte zu machen, ist uns gekommen, als wir nach diesem ersten Konzert auf der Dokomi, von dem wir nicht gedacht haben, dass das so gut ankommen wird, abends beim Essen saßen und gesagt haben: wenn wir das jetzt noch mit einer Band und live machen würden, dann wären wir wirklich am Ziel, weil das wäre der Hammer. Und dann haben wir gesagt, lass uns das ausprobieren. Das ist unser Beruf. Wir sind Musiker und Musikerinnen. Wir wissen, wie man Auftritte macht. Wir wissen, wie man auf der Bühne steht. Das können wir. Und dann haben wir gesagt, wir probieren das einfach aus. Wir machen ein Konzert in München und wir versuchen das. Wir haben eine Band zusammengestellt, haben das praktisch präsentiert und gesagt: hier bitte, wollt ihr das machen?
Julia: Pilotprojekt.
Petra: Pilotprojekt. Wir wussten es wirklich nicht. In München gibt es einen Ort, wo wir aufgetreten sind, im Backstage. Da gibt es drei verschiedene Locations. Eine kleinere, eine mittlere und eine große. Da dachten wir, das ist gut, da kann es nicht so schief gehen. Schlimmstenfalls sind wir in der kleinen Halle und das ist okay.
Und wir hatten nach ganz kurzer Zeit bereits so viele Karten verkauft, dass wir in die große Halle mussten. Und da haben wir schon gewusst.
Julia: Durften.
Petra: Durften. Natürlich durften. Und da haben wir schon gemerkt, oh Mann, da gibt es Menschen, die wollen das sehen, wirklich sehen. Das war ein wirklich interessanter Moment. Und dann haben wir das erste Konzert gemacht und auch da war nur Magie.
Julia: Alles entsprang ja eigentlich diesem einen TikTok oder Instagram Reel, was ich da hochgeladen habe. Das hätten wir ja nicht vorausahnen können. Man kann nicht anhand von, auch wenn es millionenfach geklickt ist, kann man nicht daran absehen, dass Leute auch wirklich eine Karte kaufen für ein Konzert. Und das sind ja auch abstruse Zahlen. Klicks und Kommentare und Likes, was soll das sein? Irgendwie kriegt man kein Gefühl dafür, dass da echte Menschen dahinter stehen. Hinter jedem View, hinter jedem Like. Das haben wir erst gecheckt, als wir zum ersten Mal die Leute auch wirklich live und in Farbe vor uns stehen haben sehen. Das war ein besonderer Moment. Und heute, beziehungsweise dieses Jahr, gehen wir zum dritten Mal mit auf Tournee.
Was natürlich ein Riesenprivileg ist, das machen zu dürfen. Euch da in euren Städten zu besuchen und zu sehen und mit euch zu feiern. Das ist natürlich unglaublich.
Petra: Wir spielen vier Konzerte tatsächlich. In Berlin. Dann spielen wir in Köln, in Hamburg und in München. Das ist alles am Anfang November. Am 5. bis 8. November.
Julia: Wir freuen uns auf euch. Wir freuen uns mega.
AN: Anmerkung der Redaktion. Wir waren auch schon da und es lohnt sich wirklich.
Julia: Sehr gut!

AN: Julia, wie bist du zur Musik gekommen und welchen Einfluss hatte deine Mutter auf deinen Werdegang aus deiner Sicht?
Julia: Wie ich zu Musik gekommen bin, ehrlich gesagt, natürlich durch meine Eltern. Ich würde schon
behaupten, dass das mit Sicherheit einen Riesenimpact hatte. Gerade wenn mich KollegInnen
heute fragen, sage ich immer, ich glaube, der Unterschied von Leuten, die keine Musikereltern haben, zu mir ist tatsächlich gar nicht so groß. Man kann auch auf jeden Fall Musikerin werden, wenn man nicht aus dem Haushalt stammt. Aber die eine Sache, die, glaube ich, ein Vorteil ist, abgesehen von den persönlichen Kontakten, wenn man privilegiert ist und dass ich von Anfang an beigebracht bekommen habe, und zwar am lebenden Modell, dass Musik nicht etwas Brotloses ist. Was man besser nicht wählt. Und das ist, glaube ich, dieses Grundvertrauen darin, dass es schon funktioniert, wurde mir vorgelebt, wo andere mehr struggeln und größere Sorgen haben. Geldsorgen und auch generell Existenzsorgen, die ich nicht so eingepflanzt habe. Das ist, mein großer Bonus, dass mir das so vorgelebt wurde. Und dann natürlich durch meine Eltern. Dass ich das machen wollte, das wusste ich auch schon immer. Du hast mir vor zwei Tagen Videos geschickt (Anmerkung: Satz ist an Petra gerichtet), da bin ich fünf oder so. Vier, fünf, weiß ich nicht. Und da mache ich auch eine zehnminütige Show für meine Eltern und singe auf Kauderwelsch- Englisch erfundener Sprache und performe da und tanze. Ich weiß nicht. Ich wollte das immer schon machen. Ich habe mich da schon immer sehr gesehen.
AN: Petra, hast du dir gewünscht, dass Julia in deine Fußstapfen tritt oder kam das dann überraschender als vielleicht mal angenommen?
Petra: Das ist eine sehr gute Frage. Ich denke mal, gibt es Eltern, die sich nicht freuen, wenn die Kinder das Gleiche machen, wenn man selber das sehr gerne tut? Ich glaube, wenn ich Schreiner wäre und ich habe eine Schreinerwerkstatt und meine Tochter hätte Lust, mit Holz zu arbeiten, dann würde ich mich sehr freuen. Ich glaube, das ist normal, dass man sich als Eltern freut, wenn sich das Kind für die Sachen interessiert, für die man selber brennt. Aber ganz ehrlich, ich hätte ihr das total offen gelassen.
Sie hat ja auch andere Interessen. So ist es nicht. Julia hat eine große Sprachbegabung und kann überhaupt mit Sprache und Fremdsprachen sehr gut umgehen und lernt da sehr schnell. Da gibt es auch andere Berufe, die möglich sind.
Ich glaube, was für mich als Mama ist die absolute Prio, dass mein Kind glücklich ist. Überlegt man, die Arbeit ist so ein großer Teil unseres Lebens und wenn ich etwas arbeite, was ich nicht mag, dann ist das doch nicht gut. Da muss einfach viel mehr darauf geachtet werden, dass die Kinder was lernen oder was machen dürfen, was sie wirklich wollen. Nur dann kann es doch auch richtig gut werden. Wenn es heißt, ich mache das nur, weil ich da viel Geld verdienen will, da brennt doch nichts. Ich hätte eigentlich echt alles akzeptiert.
Wenn du gesagt hättest, du willst Anwältin werden, hätte ich mich gewundert. Aber ich hätte es auch okay gefunden. Aber es ist natürlich schon sehr, sehr schön.
Julia: Du hast mir einen Weg aufgezeigt, wie das gehen kann und das hat mir insofern geholfen, dass ich mir
gedacht habe, man kann es auch studieren, aber ihr habt mich da nie hingepusht. Ich glaube, das
hätte auch null funktioniert. Ich kann nicht so gut mit Hierarchien und Autorität gut umgehen.
Petra: Ich glaube, das macht nicht nur in der Musik keinen Sinn, sondern es macht überhaupt keinen Sinn, wenn man versucht, seine eigenen Wünsche auf die Kinder zu projizieren. Ich glaube, das ist ein Unfug.
Julia: Aber dass ich meine Schule und letztlich schon mein Studium und so nicht fertig mache, hättet ihr, glaube ich, nicht so akzeptiert.
Petra: Nein, auf keinen Fall.
Julia: Außer ich hätte gesagt, ich will es nicht machen. Aber dass ich jetzt einfach sage, jetzt habe ich genug gemacht, aber die Bachelor-Arbeit schreibe ich nicht, das wäre schwierig geworden.
Petra: Das ist ja wieder etwas anderes. Man muss Dinge auch fertig machen und an gewissen Dingen dranbleiben. Junge Menschen haben auch viel Ablenkung, die man als älterer Mensch nicht mehr so hat. Dann hat man auch ein bisschen mehr Ausblick. Dass man dann als Eltern sagt, es ist nicht so cool, wenn du im letzten Semester dieses Studium schmeißt.
Julia: Also Sidenote: das wollte ich nie.
Petra: Sagen wir es mal so, ich bin ja selber Lehrerin und mir passiert es als Lehrerin relativ häufig, dass auch junge Menschen kommen und sagen, das lasse ich jetzt oder das mache ich jetzt nicht mehr. Ich habe schon diverse Male interveniert und gesagt, pass mal auf, das machst du jetzt bitte fertig. Ich bin zwar nicht deine Mama, aber das ist Unfug. Du bist jetzt 21 Jahre alt, du weißt überhaupt nicht, was in 15, 20, 30 Jahren ist. Du brauchst einen Abschluss. Das ist Quatsch. Das nur aus einer Laune heraus, nur weil du jetzt gerade lieber zum Baden gehen willst, das macht ja keinen Sinn. Wenn jemand sagt, ich bin unglücklich, in dem was ich tue, dann muss man es abbrechen. Das ist ja klar. Deswegen eine gewisse Art von Push brauchen Eltern manchmal vielleicht dann doch bei ihren Kindern. Das Gute. Nur das Gute zum Abitur.
Julia: Naja, ich habe es ja gemacht. Vor allem das Abitur. Das bayerische Abitur.
AN: Habt ihr Lampenfieber vor Auftritten?
Petra: Also Lampenfieber ist nicht das richtige Wort, sondern es ist so eine gewisse positive Anspannung, Aufregung in der Form von Vorfreude. Ich glaube, das Wort ist Vorfreude. Wir stehen beide super gerne auf der Bühne und wir haben ein gutes Team immer dabei und auch hier auf so einer Convention, die Leute sind super nett. Das ist total schön. Wir machen es super gerne. Vorfreude ist das richtige Wort.
Julia: Ich bin nur dann aufgeregt, wenn ich nicht gut vorbereitet bin. Also das gibt es noch in meinem Leben, aber jetzt nicht in so einem Projekt. Also wenn es etwas ist, was ich ganz neu machen muss und was aus irgendeinem Grund nicht gut vorbereitet ist oder sich kurzfristig etwas ändert, dann ist man aufgeregt, aber das hat nicht den Grund, Angst zu haben.
AN: Was interessiert euch abseits der Musik noch?
Petra: Ich mag gerne in der Natur sein. Als jemand, der in der Stadt groß geworden
ist. Ich bin in München in die Schule gegangen. Wenn ich mich konzentrieren will und wenn ich ein bisschen Ruhe brauche, wenn ich mich sammeln muss oder so, dann bin ich super gerne in der Natur und ganz ehrlich, sehr gerne alleine.
Julia: Das hat sie an mich weitergegeben. Die Sache mit der Natur, ich bin nicht so gern alleine. Aber die Sache mit der Natur hat sie auf jeden Fall an mich weitergegeben. Ich bin ja nicht in der Stadt groß geworden, sondern total am Land. Das fehlt mir manchmal, weil ich lebe in der Großstadt. Ich habe aber einen Hund und bin deswegen viel und gerne draußen. Das würde man nicht erwarten, aber ich bin auch ein Pferdemädchen. Ich bin mit Pferden aufgewachsen und das fehlt mir auch sehr, das kann ich gerade nicht mehr machen, leider. Aber immer wenn das geht, finde ich es ganz toll. Und ich liebe Reisen. Ich reise sehr viel, also eigentlich immer, wenn es geht und auch tatsächlich weit in die Ferne. Ich habe viel Fernweh und will viel von der Welt sehen und kann da ganz, ganz viel von lernen
und ganz lange von zehren, wenn ich das machen werde.
Petra: Jumi hatte schon als Kind so ein Marmeladenglas, so ein großes, wo immer irgendwelche Cent-Stücke und sowas reingekommen sind und das Kleingeld. Da war so ein großer Aufkleber drauf und da stand drauf: to see the world.
Julia: Stimmt, ja.

AN: Welche Pläne habt ihr noch für die Zukunft?
Julia: Es gibt eine Sache, die so anschließt an die letzte Frage. Mein Papa und ich haben meiner Mama zum 60. Geburtstag, den sie gerade hatte, geschenkt, dass wir nächstes Jahr zusammen nach Japan reisen.
Petra: Ja. Ich bin tatsächlich jetzt nicht so eine weltreisende Person. Ich habe natürlich schon viel gesehen, weil durch Konzerte kommt man auch viel rum, aber in meiner Freizeit bin ich eigentlich eher lieber zu Hause.
Aber diese Sache hat mich so gefreut, es hat mich total geflasht. Japan zu sehen, gerade weil wir jetzt diese Sachen machen seit ein paar Jahren.
Julia: Ja, das hat natürlich damit zu tun, dass wir damit ständig konfrontiert sind.
Petra: Genau, in diese Kultur einzusteigen und auch schon so oft gehört zu haben, wie wundervoll oder wie besonders es dort ist. Also das wird auf jeden Fall, wow, das wird eine sehr, sehr spannende Sache. Ansonsten gibt es noch eine ganze Menge Sachen, die kommen in der nächsten Zeit, aber da dürfen wir überall noch nichts verraten. Aber es gibt diverse coole Sachen, die noch kommen. Die Leute, die uns auf unserem Kanal folgen, die werden dieses Jahr noch ein paar sehr interessante Sachen feststellen.
Julia: Und wir freuen uns natürlich wahnsinnig doll auf die Tour im November, wenn wir euch endlich wieder so richtig, richtig live erleben können.
Petra: Das ist schon nochmal was anderes. Also wir spielen gerne auf den Conventions, auf jeden Fall, es macht total Spaß. Aber es ist, mit der Band auf der Bühne zu stehen, ist einfach nochmal ein Ticken mehr.
Julia: Ein energetisches Upgrade. Genau.
Zum Abschluss bedanken wir uns sehr herzlich bei Petra und Julia für das tolle Interview und natürlich bei der Anime Messe Babelsberg für die großartige Organisation der Messe und des Interviews.
