Auch in diesem Jahr hat die Dokomi wieder eine riesige Anzahl an Fans und Ausstellern angelockt. Auch wir waren auf der Messe in Düsseldorf und möchten mit euch unsere Erfahrungen und Erlebnisse teilen.
Eine doch schwierige Anfahrt
Die Anfahrt zur Dokomi ging bei mir am Donnerstag los und war diesmal sehr … wild. Da ich etwas weiter weg von Düsseldorf wohne, hatte ich eine 6 bis 7-stündige Fahrt vor mir. Leider lief das Ganze nicht so, wie ich es mir gewünscht habe. Teils hatte ich mit Verspätungen der Bahn zu kämpfen, so dass ich meinen Anschlusszug nicht erreichte. Deswegen musste ich eine andere Verbindung wählen, die einerseits sehr voll war und wodurch andererseits die Fahrt noch länger dauerte, als ursprünglich geplant. Trotz Verspätung habe ich es aber dann doch noch erfolgreich nach Düsseldorf geschafft. Deswegen mein Rat an euch: Sucht euch im schlimmsten Fall immer direkt ein paar mehr Alternativrouten, falls eure Zugbindung aufgehoben wird. So könnt ihr euch zumindest ein wenig auf den schlimmsten bzw. nervigsten Fall vorbereiten.
Voll, voller, am vollsten
Ich bin in diesem Jahr ab Tag 1 der Messe dabei gewesen und war erstaunt, was diese alles bot. Aufgeteilt war die Con in verschiedene Hallen: Halle 1 war die Aussteller-Halle, Halle 3 die Artist-Alley, Halle 4 die Fashion- und Creator-Halle, Halle 5 der 18+-Bereich, Halle 9 die Cosplay- und Gaming-Area, Halle 10 die Creator-Halle, Halle 16 die Black Stage und in Halle 17 gab es einen kleinen Parkour. Zudem waren dort einige Autos mit Anime-Designs (sogenannte Itasha) ausgestellt.

Es war bereits am ersten Tag sehr voll und ich war überwältigt von der riesigen Anzahl an Besuchern. Von meiner Unterkunft in der Region bin ich nach Düsseldorf gefahren und wurde von den Kollegen von AniNews.de abgeholt. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, wie viele Menschen so eine Convention anlockt. Meine Fokus-Areas für den ersten Tag waren Halle 1, Halle 5 und Halle 3. Die große Auswahl an Merchandise, aber auch anderen Artikeln war sehr interessant. Seien es Mangas oder eine Vielzahl an Anime-Figuren – es war alles dabei. Mir hat vor allem das große Hatsune Miku-Auto gefallen, das in Halle 1 ausgestellt war.


Aber nicht nur in den Hallen gab es viel zu entdecken. Auch draußen gab es einige Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Vor Halle 1 wurden einige Boxen aufgestellt und Musik abgespielt, während jeder der wollte bei Performances mitmachen konnte. Es war sehr spaßig, den Leuten zuzuschauen und zu sehen, was für kreative Aktionen es gab. Es gab auch wie üblich wieder sehr viele Treffen von diversen Cosplayer-Gruppen.

Die Artist-Alley, ein Feind (oder auch Segen) für den Geldbeutel
Die Artist-Alley bot erneut eine Vielzahl an Künstlern und Künstlerinnen, die ihre Werke präsentierten und ich bin ehrlich: Die Künstler haben alle meinen Respekt verdient, denn solch eine Arbeit benötigt viel Aufwand, Kreativität und Zeit und ich hoffe, dass auch jeder Aussteller genug Besucher anlocken konnte, damit sich die Convention gelohnt hat. Ich fand jeden Stand sehr cool und ich wollte viel zu oft meinen Geldbeutel zücken. Die Privatinsolvenz ist quasi vorprogrammiert, wenn man nicht aufpasst. Und wenn man dann noch an einem Stand mit Gacha-Sachen vorbeikommt, macht es das nicht besser. 😀

Ich finde es gut, dass die Dokomi den Verkauf von KI-Art in jeglicher Art und Weise verboten hat. Allerdings haben dennoch einige ein „Schlupfloch“ gefunden. Zwar haben diese kein KI generiertes Merchandise verkauft, doch bei diversen Werbungen für zum Beispiel einzelne Food Trucks oder Stände wurde dann vereinzelt dennoch KI eingesetzt. Das schadet meiner Meinung nach immer wieder der Wertschätzung und dem Respekt den Künstlerinnen und Künstlern gegenüber. Wie ich mitbekommen habe, ist die Dokomi aber auch KI-Hinweisen nachgegangen und hat einige Künstler der Messe verwiesen, wenn diese sich über das KI-Verkaufsverbot hinweggesetzt haben. Generell finde ich es gut, dass man sowas sehr ernst nimmt, aber dennoch sollte man meiner Meinung nach konkretisieren, dass KI jeglicher Form verboten sein sollte – nicht nur bei Waren, die zum Verkauf stehen.
Halle 5 – Ein Erlebnis, was man auch mal machen kann
Wer Halle 5 nicht kennt: Dabei handelt es sich um den 18+-Bereich. Um dort Zugang zu erlangen, benötigt man ein spezielles Bändchen, das man in Halle 4 und Halle 7 erhalten konnte. Später hat man das Ganze dann auf Halle 7 beschränkt und den Prozess vereinfacht, um diesen effizienter zu gestalten.
Wenig verwunderlich gab es viel „Not Safe For Work“-Content zu entdecken. Seien es Boys Love Produkte, Cosplayer oder auch Anime/Hentai. Jeder, der sich für sowas interessiert, konnte dort einen Blick darauf werfen. Es war interessant, was man alles so geboten hat. Mit dabei waren Artprints (sowohl SFW als auch NSFW), Glücksräder mit Gewinnchancen oder auch Videospiele, die meist in eine erotische Richtung gingen. Das macht auch die Dokomi relativ einzigartig, weil nicht jede Convention so einen Bereich anbietet (vor allem in dieser Größe) und somit auch solchen Künstler*innen eine Plattform bietet. Dadurch kann man auch mal einen anderen Blickwinkel der Messe entdecken.
Viel Spaß, viel Bewegung und einfach nur Danke!
Nachdem der Freitag an der Tageskasse ausverkauft wurde, waren Samstag und Sonntag bereits vor Beginn der Veranstaltung komplett ausverkauft. Das hat sich auch deutlich in den jeweiligen Hallen gezeigt. Ich hatte aber das Gefühl, dass Halle 3, 9 und 10 die meisten Besucher angelockt haben. Halle 1 war auch voll, aber nicht im gleichen Ausmaß, wie es teils bei den anderen Hallen der Fall war. Auch einen Abstecher in Halle 17 habe ich gemacht, wo ein Parcours aufgebaut war und die ganzen Itasha ausgestellt wurden. Es war sehr cool, wie kreativ die Leute sind und was sie aus ihren Autos gemacht haben.


Auch in Halle 4 habe ich einen kleinen Abstecher gemacht. Dort gab es auch eine Bühne, auf der Leute verschiedene Vorträge gehalten haben. Interessant fand ich den Vortrag über Replicas und wie sehr sie schaden, wie man welche erkennt und wo man sich mit anderen darüber austauschen kann.
Halle 9 war auch ein tolles Erlebnis, denn hier konnte das Gaming-Herz höher schlagen. Egal ob Switch-Games oder PC-Spiele: Es gab eine Vielzahl an Spielen, die man ausprobieren bzw. ansehen konnte. Auch Turniere waren auf der Tagesordnung: Ein Beispiel war u.a. ein League-of-Legends-Turnier, bei dem man im eins-gegen-eins sein Können beweisen konnte. Es gab auch Automaten, wo man diverse Booster-Packs kaufen konnte. Und natürlich durften auch Stände mit TCG-Bezug nicht fehlen.

Anstrengend war der Con-Besuch natürlich trotzdem, weil die verschiedenen Hallen sehr verteilt sind und man schon teils länger laufen muss, weil es etwas weiter weg ist. Mein Schrittzähler bedankt sich für die viele Bewegung. Was ich leider ein bisschen nervig fand, war, dass man bei der Ankunft über den Nordeingang einmal um eine ganze Halle laufen muss, um den Eingang der Con zu erreichen. Vermutlich ist es aber so gewollt, weil man somit die Menschenmassen besser aufteilen und steuern kann und es nicht zu einem Stau kommen soll.
Die Messe war alles in allem ein wirklich tolles Erlebnis und ich hatte sehr viel Spaß dabei, die Hallen zu erkunden, mich mit gleichgesinnten zu unterhalten, aber natürlich auch dabei Freunde zu treffen, die man sonst halt nur auf Cons sieht. Ich werde definitiv nächstes Jahr auch wieder vor Ort sein und versuchen, noch mehr neue Sachen kennenzulernen! Die nächste Dokomi wird vom 09. bis 11. Juli 2027 stattfinden.

Hui, schöner Bericht. War wohl doch gut, nicht hingegangen zu sein, ich mein, wenn es da so voll ist…
Eventuell aber wird es mich in ein Monat nach Babelsberg verschlagen. Und der Grund sind ausnahmsweise mal keine Animes oder einfach, weil ich wieder Bock auf eine Anime-Convention hab, diesmal geht’s um was anderes.
Ja die Dokomi kann echt überwältigend sein. Mittlerweile ist die sogar auf Platz 5 der größten Anime Conventions weltweit (inlusive Japan).
Ich finde schön das die Dokomi so breit aufgestellt ist. Oftmals ist es ja so das sich Messen eher auf einige Bereiche spezialisieren und der Rest eher so „am Rande“ geschieht. Aber bei der Dokomi hast du ja wirklich alles, und auch in umfassenden Angebot. Und auch schön strukturiert alles, (also die Aufteilung der Hallen).
Fand es schön das dieses Jahr erstaunlich viele japanische und generell internationale Artists da waren. Und hoffe das wird auch in Zukunft so bleiben, weil ich es schön finde Leute aus aller Welt kennenzulernen. Bisher waren auf der Dokomi ja hauptsächlich europäische Künstler.
Das Datum für nächstes Jahr finde ich allerdings etwas blöd. So genau im Hochsommer wo ich im selben Zeitrsum wahrscheinlich bereits auf anderen Events sein werde. Mai gefiel mir als Datum deutlich besser